Die Besten

24Jan2015

Ach du mein, lieber, lieber, kleiner, vernachlässigter Blog. Es wird Zeit dir in meiner verbleibenden  Woche nochmal die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

In den letzten Wochen war ich wie jeder ordentliche Student, ob im Ausland oder Zuhause mit Klausuren beschäftig, was mich in der Weihnachtszeit nicht sehr vorfreudig auf meinen letzten Monat hier blicken ließ. Aber nun sind ist die Klausurphase vorbei und ich habe wieder ein bisschen vom Erasmusgeist einfangen können: Wir sind jung, wir sind frei, genießen wir das Leben!

Wenn man unzählige Wochen zuvor mit nichts anderem als seinem Schreibtisch und Unterrichtsnotizen als Gesellschaft verbracht hat, fühlt man sich, wenn der Tag der Freiheit gekommen ist, unglaublich rastlos. Zumindest ergeht es mir immer so, dass ich nichts mit mir anzufangen weiß. Das ist die einzige Zeit in meinem Leben, in der ich zu keinem Buch greife, um mir die Zeit zu vertreiben, weil ich Bücher schlicht und ergreifend nicht mehr sehen kann.

Darüber hinaus wäre es eine schreckliche Verschwendung die verbleibenden sieben Tage zu Hause zu verbringen. Ich fühl mich zwar maßlos erschöpft, aber kann gleichzeitig einfach nicht stillsitzen.

Mich packt jetzt schon das Fernweh, wenn ich daran denke, Zuhause abends wegzugehen. Es macht einfach nicht mal zur Hälfte so viel Spaß wie hier. Bei Erasmus gleicht jede Party einer Vorabifete, was ungemein entspannend ist. Jeder kennt jeden, alle liegen sich in den Armen. Es ist alles locker und vertrauensvoll. In Deutschland verbinde ich mit „feiern gehen“ eine Nacht, in der ich eigentlich nur durchtanzen will, aber ständig aufpassen muss, nicht dauernd von der Seite angerammelt zu werden … traurig aber wahr.

Zwar hat sich ein Freund von mir spaßeshalber darüber beschwert, dass es in unserer Clique ja leider nie zu einer Orgie ganz im Erasmus Stil gekommen sei, aber ich denke, es ist trotzdem jeder auf seine Kosten gekommen. Uns tatsächlich haben wir in den letzten fünf Monaten sogar eine Beziehung sprießen sehen, auf die nun bald wie auf uns alle eine große Hürde wartet.

Es wird tränenreich sein, wenn die Zeit kommt, uns zu trennen. Manche haben hier Liebe gefunden. Ich habe hier Freunde fürs Leben kennengelernt, die ich eigentlich nicht missen will. Als ich 2012 nach der Schule ausgezogen und 300 km weiter an eine Uni gekommen bin, auf der ich keine Menschenseele kannte, habe ich mir genau das gewünscht, was ich erst hier gefunden habe. Ich bin ein furchtbarer Gewohnheitsmensch, und wenn ich Menschen erst zu meiner kleinen Familie zähle, kann ich sie nicht loslassen. Nach dem Abi war es schon unglaublich schwierig für mich, dass meine Freundinnen und ich uns fürs Studium quer im Land verteilt haben.

Alex fragte mich vor ein paar Tagen auf Französisch, denn er liebt nichts mehr als mir in den raren Momenten, in denen ich mich hinreiße mit ihm auf Französisch zu sprechen, die schwierigsten Fragen zu stellen… Gut, erfragte mich ob ich finde, dass ich persönlich gewachsen sei durch Erasmus.

Ich habe ihm geantwortet, dass ich denke, mich mehr geöffnet zu haben, woraufhin er und Ada (unser Pärchen <3) vielsagend mit dem Kopf genickt haben. Nach einigem Überlegen glaube ich allerdings, dass ich dank Erasmus, dank meiner Freunde vielmehr zu meinem Alten Ich zurückfand.

In den letzten Jahren war ich so isoliert an meinem Studienort. Obwohl ich von Menschen umgeben war, fühlte ich mich nie Zuhause, verstanden oder zugehörig. Und ich habe mich weit zurückgezogen. Hier brauchte es nicht mal fünf Monate, um diese wundervollen Menschen und mich zusammenzuschweißen. Wir haben alle unsere Macken und unsere petty fights, aber wir sind DIE Clique. Für mich sind wir das nächste, was an Friends oder HIMYM heran kommt :D Und das wunderbarste daran ist, dass wir aus Interesse aneinander zueinander gefunden haben. Wir hatten keine Vorlesungen zusammen, manche studieren ja nicht mal mehr, wir haben uns in unserer Freizeit einfach bewusst dazu entschieden. Man könnte meinen, dass zumindest die Mädels und ich uns einander geklammert haben, weil wir alle drei polnisch sprechen. Ich würde allerdings nicht sagen, dass das für mich gilt. Es wäre nämlich sprachlich gesehen noch viel einfacherer gewesen, mich mit den Deutschen anzufreunden, aber menschlich gesehen, waren es nunmal die beiden hier und niemand sonst <3

Moment, ich brauche ein Taschentuch…

Der Punk ist, dass ich eine Freundschaft zu schätzen weiß, die auf gegenseitigem Interesse aufbaut und nicht auf Gewohnheit. Spätestens nach dem Abi haben viele die Erfahrung gemacht, dass manche „Freunde“ gar keine mehr waren, wenn man nicht mehr gezwungen war, den Schulalltag miteinander zu verbringen. Und ich war eigentlich immer ganz gut darin, genau solche Kandidaten schon im Vornherein auszusieben. Ich halte einfach nichts von Zweckfreundschaften und kann mit ihnen auch nichts anfangen, was mir einen feinen aber auch sehr kleinen Freundeskreis beschert, der jetzt leider nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt verteilt ist.

Eine weitere Frage, die er mir gestellt hat, war ob, ich irgendetwas nicht gemacht/ verpasst habe, während ich hier war.

Nun ja. Das ist so ne Sache mit mir. Ich lebe zwischen zwei Extremen. Denn ich bin eine lächerlich romantische (romantisch im generellen Sinne, nicht unbedingt auf Liebe bezogen, danke! :D) Träumerin, die sich wenn sie die Augen aufmacht und in den Spiegel blickt „HA! Vergiss es!“ zu zischt. Ich lebe also zwischen Höhenflug gleichen Träumen und sehr reduzierten Erwartungen.  So gesehen wurden meine Erwartungen deutlich übertroffen, aber meine Träume… tja, die bleiben eben meine Träume.

Kleine Schritte, sage ich immer. Kleine Schritte, denn ich bin zu sensibel für große Veränderungen, was eine hübsche Umschreibung dafür ist, dass ich ein großer Frosch bin :D:D

Auf der anderen Seite hat jemand letztens etwas ebenso Hübsches gesagt: „In dieser letzten Woche können wir ALLES machen, Leute. Alles. Theoretisch sehen wir uns nie wieder, was gibt es da groß zu riskieren?“

Hej, solange es legal bleibt. Halbwegs :D ? Diese letzten Tage, sie sollen die besten werden. Die BESTEN!

 

Virenherd

20Nov2014

Es wurde Zeit, dass ich hier wieder vorbeischaue, auch wenn mir die Zeit dafür fehlt.

Was in den letzten Wochen so passiert ist? Hiiier eine kleine Synthese:

Ich bin spontan für eine Woche nach England gereist, um dort einen alten Schulfreund zu besuchen, den ich seit  fünf Jahren nicht mehr gesehen habe. Das hat mir die Gelegenheit gegeben, über den Wert und die Pflege von Freundschaft nachzudenken; was eigentlich zu meinem Hauptgrübelthema während des gesamten Auslandssemesters gehört…

Als ich zurück kam stürzte ein Berg von Arbeit auf mich ein: midterm exams, Lektüren, assignments…

Hinzu kommt, dass ich seit ein paar Tagen SCHON wieder krank bin; und ganz ehrlich Leute, ich gehöre zwar leider Gottes zu der kränkelnden Fraktion im Winter, aber gerade deshalb weiß ich auf mich aufzupassen! Es liegt einfach an den katastrophalen hygienischen Zuständen in meinem Kot (WG).  Einen Anflug von Glanz in der Bude gibt’s nur wenn meine Mitbewohnerin nicht da ist, weil sie die Tage und Nächte bei ihrem Freund verbringt. Wenn ich mich mal dazu erbarme den dreckigen und klebrigen Boden zu wischen (falls ich es nicht mache, macht es ja keiner), lacht sie mich aus à la: „You’re so German…“

Ich würde wirklich nicht behaupten, dass ich der ordentlichste Mensch auf Erden bin – Genie und Chaos sind halt zwei Seiten einer Medaille :D – aber Hygiene und Sauberkeit in Küche und Bad sind für mich einfach das Natürlichste der Welt. Ich verstehe nicht (das gilt übrigens auch für den Großteil deutscher Studentenwgs) wie man so wenig Respekt gegenüber den anderen aber auch einfach gegenüber sich selbst haben kann, um es soweit kommen zu lassen, dass man in schäbig siffigen Bakterienkollonien hausen muss. Kein Wunder, dass sich unsere Generation ständig so rastlos fühlt, wenn sie derart unfähig ist, sich ein Zuhause zu schaffen. Es geht nicht darum, alles gleich penibel abzuwaschen und wegzuräumen. Aber wenn ich drei Tage lang meinen leeren, dreckigen Topf im Kühlschrank halten muss, weil das Spülbecken und der Platz drum herum so sehr mit verklebtem und gammelnden Geschirr überquillen, dass ich keinerlei Möglichkeit habe, an den Wasserhahn zu kommen, dann läuft doch etwas gewaltig schief. Tja, wenn ich dann auch noch in so einer Küche kochen muss, die von einer schnupfenden und sich die Seele aus dem Leib hustenden Griechin mitbenutzt wird, dann braucht es nicht lange, bis ich selber nachts mit Temperatur aufwache – und das mitten in einer Klausurwoche...

Da bekommt das Wort Virenherd ja eine ganz neue Bedeutung :"D

 

Tut mir leid, wenn ich bitter klinge, aber ich habe grade in 4 Tagen 19 Taschentuchpackungen verbraucht. NEUNZEHN. Sowas passiert mir Daheim in meinen schlimmsten Tagen nicht…

Aber es gibt auch Lichtblicke in meinem Leben, da mich meine beste Freundin bald besuchen kommt, passend zu der sich ankündigenden Adventszeit, und wir egal ob wir viel unterwegs sind oder träge auf dem Sofa hängen uns eigentlich nie gegenseitig langweilen [das behaupte ich jetzt mal für uns beide :D] Darüber hinaus finde ich mich bei den Menschen auch hier in LLN (auch bei meiner Mitbewohnerin, das ist ja gerade das schwierige an der Situation) ziemlich gut aufgehoben, bin aber trotzdem jedes Mal positiv überrascht, wenn sie mir tatsächlich schreiben, wo ich denn eigentlich die ganze Zeit stecke („im Wechsel am Schreibtisch oder leidend im Bett?“) und dass sie mich langsam vermissen…

Das hängt damit zusammen, dass ich jemand bin, der sich seltener meldet,als es unsere vernetzte Welt doch eigentlich mittlerweile möglicht macht, und dem das schnell vorgeworfen wird.
Oder Fotos... Nachdem ich für mein Studium nach Gießen gezogen war, brauchte ich ein geschlagenes Jahr, um Fotos von meinen Freunden aufzuhängen. Und zwar 1. nachdem ich das bei anderen beobachtet hatte und 2. jemand aus der „alten Welt“ mich besuchen kommen sollte… Jetzt wo sie stehen, würde ich nicht im Traum daran denken, sie wegzuräumen, aber es wäre genauso nie meine erste Reflexhandlung, Fotos im Zimmer zu verteilen, um an meine Freunde zu denken. Ich denke halt einfach so an sie (und auch dann, wenn ich mich nicht melde ;)). Ich glaube manchmal, dass das tatsächlich was mit Extra- und Introvertiertheit zu tun hat. Ich brauche nun mal wirklich nicht so viele externe Reize, um Gedankenprozesse anzustoßen (aber ich störe mich trotzdem extrem am fremdverursachten Saustall in meiner externen Welt, ja?!! :D)

Na ja…

Ich weiß, dass ich das einfach lernen muss, mich engagierter zu zeigen (was nicht heißt, dass ich persönlich nicht engagiert bin!), weil einige das vielleicht als Vernachlässigung wahrnehmen... Jeder ist da anders und genau aus dem Grund ist einer meiner Abbitteversuche dieser äußerst spannende Blogeintrag.

À la prochaine <3

Mein unnachahmliches Talent

22Okt2014

Aufgewacht bin ich heute Morgen um 7 Uhr mit der Überzeugung, dass es nächsten Montag 29 °C in Louvain-la-Neuve sein würde. Ich hatte bereits vor, meinen Freundinnen, die sich ebenfalls auf Erasmus irgendwo in Valencia, Porto, Coimbra, Salamanca, Ghana, Madrid, Kalifornien… aufhalten, zu schreiben, dass ich ihnen wohl demnächst auch mal cheeky Bikinifotos aus Oostende schicken könnte. Zwischen Zähneputzen und Anziehsachen rauslegen ist mir dann mit einem Blick aus dem Fenster klar geworden, dass irgendetwas schief gegangen sein muss…

Es ist faszinierend, wie ich fast eine halbe Stunde gebraucht habe, um mir diesen gewagten Temperaturgedanken mal bewusst vor Augen zu führen, und über mich selbst zu lachen. Ich muss es wohl geträumt haben, aber gleichzeitig entsetzt es mich gerade ein wenig, nicht zu wissen, welche Überzeugungen ich sonst noch so unaufgedeckt aus meinen Träumen in den Alltag übernommen habe :D Du mein freches Unterbewusstsein…

Aber trotz des Schietwetters draußen konnte nichts meine Laune trüben. Als ich heute Nachmittag den Grande Place in Richtung See und Zuhause überquert habe begleitet von der ulkigen Melodie der Stadtbimmel, die ich mittlerweile mitsummen kann, schoss es mir durch den Kopf, dass ich Louvain-la-Neuve wenn der Moment dann Ende Januar gekommen ist, wirklich vermissen werde. Irgendwie ist mir diese architektonisch sauhässliche Stadt ans Herz gewachsen. Hier ist alles so einfach.

Der Sport z.B. Ich habe mir wie der Rest der Studentenschaft eine Karte fürs Unisportzentrum besorgt, mit der man so gut wie alle Kurse besuchen kann. Das kenne ich zwar von anderen Unis, aber nicht von der JLU. Hier gibt es Pi mal Daumen um die 10.000 Studenten, und jeden Tag wird eine großartige Vielfalt an Kursen angeboten, die ich besuchen kann, wann es mir passt. Mich interessieren natürlich typischer Mädchensport zum fithalten und ansehnlich bleiben. Allein heute war ich beim Stepaerobic, was mich an gute alte „around the world“ und „v-step“ Einheiten im Schulsport erinnert hat, danach bei etwas namens Tae Bo (alle möglichen Kampfsportarten gemixt mit Aerobic) und zum Abschluss beim Schwimmen für Langsame.

Das Schwimmen für meine Geschwindigkeit muss aber noch erfunden werden. Eigentlich ist das ganze Thema eine große Lachnummer.

Ich hatte doch im letzten Post Decathlon erwähnt, ein extreeem billiges Sportgeschäft in Supermarktgröße. Dort bin ich letzte Woche hingefahren, um mir leider Gottes eine Badekappe zu kaufen, denn die sind hier vorgeschrieben. Es empört mich allerdings, nebenbei erwähnt, dass sie einem das Tragen eine Kappe aufzwingen, aber kein Schwein sich um Badelatschen schert, die doch um einiges angebrachter wären.

Sei’s drum.

Ich war endlos  begeistert von dem Geschäft, weil jedes Gimmick einen doppelt motiviert, Sport zu machen. Den Effekt kennen auch die ganzen Hobbyköche, die sich extrem teure Kochutensilien anschaffen, weil Gemüse nie wieder so gut schmeckt, nachdem es einmal von der Edelmetallzwinge in Palisanderholz geschnibbelt wurde…

Plötzlich wollte ich 5 cm dicke Pilatesmatten (da überlege ich ernsthaft immer noch), Gymnastikbälle (wo bitte soll ich den unterbringen in meinem Küchen-/Schlafzimmer? :“D), Gymnastikbänder (nein, Anna, nein), Yoga-Blöcke (noch nie Yoga gemacht, aber so ein Block ist sicher Voraussetzung Nr.1), Thermokleidung in jeder Farbe, Größe, Jahreszeitenausrichtung usw.

 Es war schwer sich loszureißen, und zur Schwimmabteilung zu gehen. Dort fand ich allerdings schnell Ablenkung in Form der zwei Hilfsmittel, die mich nebst Kappe zum Volldeppen des ganzen Schwimmbads machen sollten! Jedes für sich genommen ist nicht sooo tragisch - die Kombination macht’s.

Hej, zumindest habe ich mir keinen Schnorchel gekauft! Auch nicht diese große Taucherbrille mit Nase, obwohl ich zugeben muss, dass ich sie lange mit mir herumgetragen habe…

Bevor ich den Vorhang öffne, muss ich weiter ausholen, damit ihr die volle Komik meines Badeauftritts (und eigentlich meines generellen Auftrittes in jeglichen Situationen, in denen sportliche Betätigung gefragt ist) nachvollziehen könnt. Mir fällt kein passender Begriff ein als mich als totales Sportopfer zu bezeichnen. Hätte mir jemand sogar noch in der Oberstufe gesagt, dass ich in zwei Jahren Joggen zu meiner täglichen Routine machen würde, ich wär vor lauter Lachen schon außer Atem! Ich bin die Person, die das unnachahmliche Talent besitzt, jeden Ball in die Fresse (Verzeihung) zu kriegen, ein unfreiwilliges Spagat während einer Fahrradprüfung darzubieten, sich mit einem Federball fast das Auge auszustechen, anstatt über den Kasten mit Karacho IN den Kasten zu springen. Meine Güte, mich kriegen keine zehn Pferde dazu, eine kleine Rolle auf einer Matte zu machen. Über Räder, Handstände geschweige denn Saltos kann ich nur lachen (oder weinen )…

Wenn ich also schwimme, und ich schwimme liebend gerne, dann ist das keine normales Schwimmen. Dann sieht das nämlich ungefähr so aus: 60-jährige Frau trifft sich zum Kaffeklatsch im Schwimmbecken. Mit Ach und Krach habe ich in der Grundschule meine Seepferdchenprüfung absolviert, beim Tauchen wäre ich fast ertrunken (true story),… Beim Treffen mit Freunden im Freibad konnte ich nie die ganzen Unterwasserrollen mitmachen, weil ich zwar diesmal keine Angst hatte, mir mein Genick zu brechen, aber seit der Ertrinkgeschichte beim Tauchen immer Wasser einatme…

Tja…ich habe mir jeden Sommer geschworen, mir die oben genannte Taucherbrille anzuschaffen, denn einmal durfte ich sie mir ausleihen und entdeckte die wundervolle Unterwasserwelt… :‘D

https://www.youtube.com/watch?v=IkLpSgnEqw4

Leider blieb ich immer ohne Erfolg.

 Im Decathlon fand ich nun nach Jahren der Frustration den Deluxeartikel für unfähige Tauchdebutanten: Nasenklammer.

Oh ja.

 Oh nein.

 Und eine normale Schwimmbrille kam auch ins Körbchen.

Vielleicht wäre das Ganze nicht so schlimm gewesen, wären wir (Karolina und ich) in das für uns vorgesehene Becken gestiegen, aber wie die sprichwörtlichen Blondinen (ihr Zitat…) sind wir mitten in eine Übungsstunde von relativ fortgeschrittenen Schwimmern geraten und sind von einer Bahn zur anderen getaucht  (ich hatte ja jetzt meine extrem schicke Nasenklammer, die KAUM auffällt :D), uns wundernd, wieso alle so für unsere Begriffe schnell schwimmen und uns genervt zur Seite stoßen.

Echem, das war alles sehr demütigend. Vor allem wenn man mit übergroßem Kopf, vernebelter Schwimmbrille und zusammengehefteter Nase hilflos in der Gegend herumplantscht…

Aber was letzte Woche war, war letzte Woche… wobei ich vielleicht erwähnen sollte, dass ich über die verschiedenen Kampsportgriffe, die ich heute beim Tae Bo gelernt habe, dankbar bin:

Louvain-La-Neuve ist eine völlig neue Sozialisierungserfahrung für mich, weil  mir praktisch keine Wahl bleibt als dauernd auszugehen. Obwohl ich nicht im Zentrum wohne, wohne ich für Stadtbegriffe irgendwie doch zentral, weil alles so nah ist. D.h. ich kann mich nie damit rausreden, dass mir der Weg zu lang/zu anstrengend/ zu teuer… ist, wenn ich ungesellig sein möchte (:“D). Vor allem zum Feiern ist das ein riesiger Unterschied. Ich bin jetzt schon wirklich sehr oft zu später Stunde allein nach Hause gelaufen, ohne dass ich mir großartig über meine Sicherheit Gedanken gemacht hätte. Und meistens gehe ich einen Teil der Strecke mit Ada und Karolina, weil wir im selben Viertel wohnen.

Nach 24h vélo hatte ich eine unangenehme Begegnung, gleich nachdem, die beiden sicher in ihrem Kloster verstaut waren. Ein dicker, dunkelhäutiger Kerl tauchte aus dem Nichts hinter mir auf, und begann mir zu folgen. Erst fing er an, schreckliche, schreckliche Schmatzgeräusche zu machen und mir hinterherzurufen, dann beschleunigte er die Schritte, als ich es tat. Für einen kurzen Moment dachte ich wirklich, ich müsste sterben. Und so makaber es klingt, „War klar“ war mein erster Gedanke. Natürlich hatte es so kommen müssen. Kaum hatte ich eine transzendente Erfahrung unter eimerweise Regen erlebt, sollte ich in die Fänge eines besoffenen Vergewaltigers geraten und während meines Erasmusaufenthalts in Belgien zu sterben. Der Gedanke hielt mich nicht davon ab, um mein Leben zu rennen. Ich weiß nicht, ob er sich die Mühe gemacht hat, mir nachzulaufen, weil ich nur noch meinen panischen Atem und das Widerhallen meiner Schuhe auf dem Asphalt im Ohr habe. Wäre er nicht so fett gewesen, hätte er mich ohne Mühe einholen können. Vielleicht hat es mich gerettet, dass er zu besoffen war, oder tatsächlich zu fett, um sich so schnell zu bewegen. Vielleicht war es aber auch die Gruppe Jugendlicher am Ende der Straße, die ihn letztlich von einer weiteren Verfolgung abhielt.

Ich bin auf jeden Fall froh darüber, selber nicht mit dem Alkohol über die Stränge geschlagen zu haben, und dass ich heute ein paar Griffe lernen konnte, die mir in solch einer hoffentlich niemals widerkehrenden Situation etwas mehr Zuversicht als ein zynisches „war klar“ geben werden.

Jetzt wollte ich eigentlich einen fröhlichen Eintrag schreiben, und konnte meine Klappe nicht halten…

Naja, hätte der Typ mich in meiner Badekappen-, Nasenklammer-, Schwimmbrillen-Montur gesehen, wäre er und nicht ich schreiend weggelaufen ;D

In diesem Sinne,

Bonne nuit ^^"

Désenchantée

17Okt2014

Ehrlich gesagt, ist in den letzten Wochen so viel losgewesen, dass ich gar nicht weiß, wie ich dem Ganzen gerecht werden soll, ohne in ein Thema zu sehr abzuschweifen oder euch mit  Aufzählungen abzuspeisen. Abgesehen von meiner kleinen Campusstadt in der ->Wallonie (*räusper*), habe ich in der letzten Zeit den flämischen Teil Belgiens besucht: Ghent, Brügge und den einstündigen Aufenthalt in Leuven zählen wir mal wohlwollend mit. Und Lüttich auch, aber das befindet sich ja in der Wallonie (:"D). Einer der Schlüsse, die ich aus meinen Reisen ziehen konnte, betrifft die Zuverlässigkeit  der belgischen Bahn. Bis jetzt bin ich am Ende zwar immer unbeschadet am Tagesziel angekommen, aber das lag eher an der Spitzfindigkeit der Menschen, mit denen ich unterwegs war. Auf der anderen Seite misst die Entfernung zwischen dem nördlichsten und südlichsten (Meerle-Torgny) Punkt Belgiens ungefähr genauso viel wie meine Strecke von Enger nach Gießen, also eigentlich alles kein Drama, selbst wenn ich irgendwo stecken bleiben sollte.

Von der Unzuverlässigkeit der Bahn abgesehen ist die belgianrail Gold wert! Oder eben kein Gold, denn man kommt als unter 26 Jähriger in ganz Belgien für schlappe 6 € mit dem GOPASS überall hin, ganz gleich wie häufig man umsteigt, und ob es sich um eine Regionalbahn oder einen IC handelt. Ich bin zwar mit dem Auto aus Deutschland hergekommen, aber ich benutze es nur in Ausnahmefällen; wie gestern beispielsweise, als ich verkatert und mit schmerzenden Gliedern keine Lust hatte, den Berg zum Aldi hochzukraxeln .  Für eine Bahnfahrt von Enger nach Gießen zahle ich gut 100€, wenn ich nicht gerade fuchsig eine achtstündige Alternative mit 4 Umstiegen gefunden hab. Ihr versteht - mein geiziges Scroogeherz kommt auf seine Kosten (ach, ich vermisse Wortwitze…). Und das ist noch nicht alles! Vom Aéroport Bruxelles-Charleroi aus heben dauernd Billigflieger in alle Großstädte Europas ab, und ich bin die ganze Zeit verführt, für 39 € hin und zurück nach - sagen wir mal - Dublin zu fliegen. Auf der anderen Seite liegt mein letzter Flug 10 Jahre zurück und damals hatten wir eine persönliche Flugbegleiterin.

Ich meine, ich mache vieles alleine, wenn sich kein Begleiter findet: ins Kino gehen (habe ich erzählt, dass ich in meiner ersten Woche hier als einzige in einem 500 Mann Saal in Magic in the Moonlight war und es unheimlich genossen hab, mich lauthals kaputt zu lachen, ohne dass sich irgendwer daran hätte stören können?), ins Freibad gehen, als Mädchen das Rudel verlassen und ALLEINE auf Toilette gehen…:D Aber mutterseelenallein in ein fremdes Land fliegen? Meine größte Angst wäre, in einem Hostel beklaut zu werden bzw. den public transport nicht auf die Reihe zu kriegen und entweder nie am Hotel oder zu spät am Flughafen anzukommen. Wenn ich allerdings für die Woche, in der meine Uni das unwichtige Experiment „semaine alternative“ startet, in der alles gemacht werden darf nur kein regulärer Unterricht, ein All-Inclusive Angebot von 220€ für 7 Tage Mallorca sehe, juckt es mich doch ganz schön in den Fingern. Aber davon (und einer Sportgeschäftkette namens Decathlon) abgesehen ist hier alles so schweineteuer, dass ich IMMERNOCH ungeduldig auf mein Bafög und mein Erasmusstipendium warte.

Das interessiert euch natürlich nicht. Alles, was ihr aufgeschnappt habt, war das Wort verkatert, nicht wahr? 

24h vélo!

Ich klebe euch mal den Aftermovie 2013 https://www.youtube.com/watch?v=24gPT1Lrec8#t=233 (… 2014 war die Musik aber viel besser :D!)

und einen Wikipedia Eintrag (auch auf Englisch ;))rein: http://fr.wikipedia.org/wiki/24_heures_v%C3%A9lo_de_Louvain-la-Neuve

24h vélo ist eine Art Spendewettrennen, verschiedener Wagen (auf Fahrrädern), die abwechselnd innerhalb der Teams 24 Stunden eine in der Stadt abgezäunte Strecke abfahren. Währenddessen sind überall auf dem Campus Bühnen verteilt und die ganze Stadt wird zu einem riesigen Dancefloor. Das ganze endete gestern Mittag mit einem Abschlusskonzert von Kate Ryan.

Die Nacht lässt sich mit acht Stunden unbeschwertem Tanzen unter vollem Regenschauer zusammenfassen. Wahrscheinlich kann ich nie mehr wieder in einen normalen Club gehen, weil mir für immer das Gefühl von Freiheit fehlen wird. Alles um mich herum zu vergessen – das war befreiend. Es war komplett egal, wie ich aussah; ob ich eine Lungenentzündung riskierte; welche Musik gespielt wurde; dass ich meine Klamotten nie wieder sauber kriegen würde; dass jegliches Kleidungsstück vor Stunden bereits durchtränkt worden war; dass ich zweimal ausgerutscht bin; ob die Jungs aus unserer Clique sich ausgeschlossen fühlten, weil ich mich nicht jedes Mal hab dumm antanzen lassen; mit wem ich dort war  -  mit WEM ich dort war (!); Ob irgendwem meine zu langen, nassen Haare ins Gesicht peitschten, während ich mich mit ausgestreckten Armen, das Gesicht dem Regen entgegen gereckt solange um meine eigene Achse gedreht habe, bis ich fast zum dritten Mal hingefallen wäre...

Meine Zeit hier im abwechslungsreichen und anstrengendem Erasmusleben bestätigt mir alles, was ich mir bisher heimlich schon immer gedacht habe. Wenn man sein Lebensglück davon abhängig macht, wie andere Menschen einen sehen, schlägt man für immer den Pfad der Verlierer ein. Ich spreche nicht von den offensichtlichen Zugeständnissen, die wir alle machen, um zu gefallen oder anderen nicht weh zu tun. Ich spreche von den kleinen Tauschgeschäften, die wir eingehen; wie wir die Verantwortung an andere dafür abgeben, uns besser zu fühlen als wir sind, und dabei aus den Augen verlieren, dass wir unterdessen keinen Schritt in Richtung besser SEIN unternommen haben. Hier treffe ich zwar beneidenswerte Menschen, die von Natur aus so viel einnehmenden Charme und Witz besitzen und jeden damit in ihren Bann ziehen, und doch offenbaren sie mir, dass sie alle nur ein Spiel spielen und dass sie das Gefühl haben, Menschen seien austauschbar, sogar Wegwerfware (! Zitat). Natürlich gibt es auch Idioten, die mir weiß machen wollen, ich hätte Angst davor, Spaß zu haben und nicht verstehen, dass ich nichts spaßiges daran finde, Spielchen zu spielen, die nirgendwo hinführen, außer dass sie mein Ego aufpolieren.

Ach…

Wie Kate Ryan gestern früh gesungen hat:

Tout est chaos
A côté
Tous mes idéaux: des mots
Abimés...
Je cherche une âme, qui
Pourra m'aider
Je suis d'une
Génération désenchantée,
Désenchantée

Der letzte Absatz enthält so viel Unausgesprochenes, dass sich jeder bitte seinen Teil dazu dichten soll. Fest steht, dass ich hier mit meinen Verhaltensstudien meine Art von Spaß habe :D 

Adieu!

Küsse sagen mehr als Tausend Worte (:D:D:D)...

01Okt2014

Die Küsschen auf die Wange gehen mir auf den Geist.

Nein wirklich. Am Anfang war's noch witzig einen auf Französin/Belgierin zu machen und die Konvention zu teilen. „Salut! Ca va?“ Bizzz Aber für eine Person wie mich, die es schon in der 6. Klasse furchtbar fand, aus dem Schulbus zu steigen und die Küsschenbegrüßungszeremonie über sich ergehen lassen müssen, wird das nach der Eingewöhnungszeit lästig. Wenn man nach den vielen Eindrücken und den ständigen neuen Bekanntschaften langsam doch wieder seinen Ruhepol und damit zu seinem alten, introvertierten Ich zurück findet, ist genug genug.

Mich stört am meisten daran, dass ich immer noch nicht ganz drauf klarkomme, wann, wie lange, wie oft, auf welche Seite geküsst wird. Das mag lächerlich erscheinen, aber wenn man dauernd holprige Halbumarmungen, Halbwangenküsse mit fast fremden Leuten austauscht, trägt man ein regelrechtes Trauma davon. Jedes Mal wenn sich mir von Weiten ein bekanntes Gesicht nähert und mir vorfreudig zugewunken wird, habe ich beim Zurückwinken nur einen Gedanken: „Oh nein, gleich geht’s los. Wange hinhalten oder warten bis er/sie es tut?“ Eins der tragenden Probleme ist, dass ich viel Umgang mit Erasmusstudenten habe, die selber ihre eigenen Begrüßungsbräuche haben, und sie mit denen vor Ort vermischen - genauso wie ich. Letztens hatte einer der Italiener Geburtstag, woraufhin ich ihn einfach gedrückt habe, wie ich es aus meinem Umfeld gewohnt bin. Er hielt mir zu spät seine Wange hin, und schon hingen wir da awkwardly und tätschelten und gegenseitig unbeholfen den Rücken. Netter Icebreaker, aber irgendwann, wie gesagt, leidig. Wenn ich einen Belgier begrüße, halte ich ihm meine rechte Wange entgegen, das hab ich raus! Aber blöd ist auch, wenn folgendes passiert: man trifft auf jemanden, für den es genauso selbstverständlich ist, sich einfach normal Hallo zu sagen (:D) ohne gleich die comfort zone einzureißen. Dann tritt aber jemand vom gleichen Freundschaftslevel hinzu, der einem ganz natürlich die Wange hinhält, und man fragt sich nun, ob man jetzt der ersten Person verspätet auch ein Küsschen geben soll oder nicht, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlt! Das ist ein bisschen so, wie wenn man den Freund (den petit-copain, den boyfriend, you know?) seiner guten Freundin trifft, eine nette Zeit in der Gruppe verbringt, und bei der Verabschiedung ganz platonisch aber herzlich zeigen möchte, dass er „in der Familie“ willkommen ist. Man weiß aber noch nicht so ganz, was man tun darf, und was nicht, ohne das es falsch verstanden wird. Du willst nicht so wirken, comme tu avais maîtriser l’arrogance, aber du willst auch nicht, dass sich irgendjemand etwas einbildet, was er sich nicht einbilden soll.

Hach ja. Des relations avec les autres ne sont pas ma tasse de thé. Aber bleiben wir ruhig bei dem Thema. Ich muss gestehen, dass mir auch die Sprache zu schaffen macht. Es ist ein bisschen wie damals als Deutsch meine Muttersprache Polnisch abgelöst hat. Das switchen bereitet mir keine sonderlichen Probleme, weil ich nie das Gefühl habe, wirkliche Brüche zwischen den Sprachen machen zu müssen. Okay, französisch ist meine schwächste, die am meisten stockende Sprache (meine sehhr verstaubten Spanisch- und Portugiesischkenntnisse ausklammernd) – in ihr unterhalte ich mich im chitchat am wenigsten gern. Und trotzdem passiert es mir häufig, dass ich mit Ada und Karolina auf Polnisch rede, nach Worten ringe und sich mir die französischen Ausdrücke in den Mund schieben. Wer mich kennt, weiß, dass ich in einer deutschen Unterhaltung oft Englisch verwenden kann, weil die Wörter gerade präsenter sind, oder es einfach kein totales Äquivalent im Deutschen dafür gibt. Rede ich Zuhause mit meinen Eltern polnisch, mische ich z.B. dauernd Deutsch hinein. Ich habe das mal versucht so zu erklären: für mich sind die einzelnen Übersetzungen Synonyme. Ich würde nicht so weit gehen ganze Sätze in einer anderen Sprache zu sprechen, es betrifft tatsächlich eher einzelne Wörter, aber Transferprobleme was den Satzbau (und Kommasetzung) betrifft, bemerke ich auch; speziell in dieser Reihenfolge: Englisch->Deutsch->Polnisch. Und weil wir mitten in einer Linguistikstunde angelangt sind, vielleicht noch kurz ein Abstecher zu de Saussure zur Veranschaulichung der „Synonymproblematik“: Für mich gibt es eine Inhaltsseite (wahrscheinlich für jeden anderen Sprachlerner auch? :D), die ein Bündel an Varianten auf der Ausdrucksseite besitzt, ganz unabhängig welcher Sprache sie zugehörig sind. Es gibt nicht den deutschen Baum, den englischen Baum, den französischen Baum… Nein, ein Inhalt - mehrere Ausdrucksmöglichkeiten.

Gut, jetzt habe ich sehr weit ausgeholt. Vor welches Problem werde ich nun hier gestellt? Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht aktiv in einem normalen Alltagssgespräch jede dieser 4 Sprachen verwende. Hauptverkehrssprachen sind mit Abstand Polnisch und Englisch. Das ist zum Einen schade, weil ich so nie den nötigen Tritt in den Hintern bekommen werde, um in einer rein frankophonen Umgebung zurecht zu kommen. Zum Anderen ist es das reinste Tohuwabohu. Ich habe das Gefühl, dass die Sprachen sich immer weiter vermischen und ich irgendwann, bei einem Neo-Indo-Europäisch angekommen bin. Und anstatt, dass sich durch die ständige Anwendung mein Englisch verbessert, verschlechtert es sich, glaube ich, eher, weil ich immerzu dem „internationalen Englisch“ der Anderen ausgesetzt bin. Traurig, aber wahr :D

To end this blog on a better note, voilà quelques belgicismes:

guindailler faire la fête
être biesse être imbécile
sot,te jemand, der wie ne gesenkte Sau fährt :D
saoul,e dicht, voll, (im Sinne von besoffen)
bisser eine Ehrenrunde drehen (Schule)
rawette ein kleines Bisschen, kleines Restchen (von etwas Essbarem)
pinte verre de bière
une jatte une tasse
cacaille wertloser Kram
dikkenek Angeber, Besserwisser

 

Bisous  ;D

La nonne se sent mieux, mais pas encore divine

18Sept2014

Ja, ich lebe noch!

Bin schon stolz genug, dass ich gerade wirklich den zweiten Eintrag beginne. Das lässt doch auf mehr hoffen!

Nun, letzte Woche war ich mit meinen polnischen Mädels in Brüssel. Wir scherzen schon, dass ich in das falsche Land gefahren bin, da ich hier eher meine Polnisch-Slang Kenntnisse erweitere, als mit meinem Französisch weiterzukommen. Ich hoffe, diesen Zustand mit dem Vorlesungsbeginn nun endlich zu ändern. Allerdings bringt das Unileben bisher nur Stress. Ständig muss ich meinen Stundenplan und damit mein Learning Agreement (mein Erasmusunterrichtsvertrag) über den Haufen werfen, weil die Kurse entweder doch nicht in diesem Semester stattfinden, oder der Professor mit einem süffisanten Grinsen eine mündliche Prüfung ansetzt (was alle Erasmusstudenten flüchten lässt), oder weil ich dadurch, dass ich nun Ersatzkurse für die ausfallenden Kurse wählen muss, wieder andere nicht belegen kann. Ein Teufelskreis. 

Hinzu kam am Freitag letzter Woche eine fiese Grippe, die mich fast vollständig ausgeknockt hätte. Dank dieses hartnäckigen Virus habe ich die Hälfte der Einführungswoche (Welcome Week, Orientation Week) verpasst, weil ich zunächst zwar noch „funktionieren“ konnte, aber irgendwann auch das unmöglich war, als ich während eines Deutschkurses (zum Glück, da ich mich im Dellirium an ein vertrautes Vokabular klammern konnte) von einem erstickenden Hustanfall gepackt aus dem Kursraum rausrennen musste. Jetzt bin ich l’Allemande – die statdbekannte Virenschleuder (lance-virus ?). Kennt ihr das, wenn man im Wartezimmer (salle d'attente) beim Arzt sitzt und es immer eine Person im Raum gibt, von der alle wegrücken und sich im Stillen mit dem Gedanken bekreuzen: „Und ich dachte, ich sei krank…“? Ja. Diese Person war ich nun auch einmal  Aber seitdem ich beim Arzt war, Antibiotikum verabreicht bekommen hab und wieder halbwegs am Leben teilnehmen kann, geht’s bergauf. [edit: Heute bin ich allerdings wieder halb sterbend aus einem Hörsaal geflüchtet. Diesmal American History, immer noch eine der Sprachen, die mich nicht in Erklärungsnot bringen. Puh :'D]

Macaron au caramel au beurre salé! Must-eat! Eigentlich wollte ich von Brüssel erzählen, aber vielleicht spare ich mir das für die Zeit auf, wenn ich über das Altstadt Quartier Sablon hinausgekommen bin. Vielleicht ist ganz interessant zu erwähnen, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben les moules (Miesmuscheln)  gegessen hab. War witzig. Ganz lecker. Aber muss jetzt nicht unbedingt wiederholt werden. Meine Mädels hier leckten sich war die Finger danach, aber ich bleib doch lieber bei Sushi  Die Muscheln waren aber ganz subtil zubereitet - mit Sellereie und Petersilie, glaubei, damit der Geschmack der Miesmuschel erhalten bleibt und nicht wie bei mit Käseüberbackenen Varianten abgetötet wird. Muss man einmal gegessen haben, und im Menü gab’s direkt Pommes und Bier. Tja ja, la bière…

unten links erinnert an eine leere Simswohnung (ohne den ekeligen Finger und die verdammte Kugel), rechts ist eins, das ich mochte, weniger wegen des Nacht/Tag Kontrasts, sondern weil mich die Laterne an die hüpfende Laterne aus Spirited Away erinnert ;'D

Darüber hinaus gibt es in Brüssel viele interessante Museen, und da meine Freundinnen kunstbegeistert sind (und ich auch mal gern was fürs Auge hab), haben wir Ausstellungen im Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique (eigentlich in DEN Musées royaux, weil musées Plural ist. Weeeer hat aufgepasst? Aber da es ein gemeinsamer Komplex ist, sei’s drum.) besucht. Magritte, Kokoschka und Gauguin haben wir größten Teils gesehen. Wobei es von den letzten beiden nur eine Sonderaustellung mit zwei Werken gab, und es ansonsten in dem gesamten Museum viel mehr zu erkunden gibt. 

Jetzt denkt mal darüber nach... :DIch habe mich, wie's zu erwarten war, als Banause herausgestellt, weil die Bilder von Magritte mir einerseits  Angst gemacht haben (ist wahr, was soll diese ständige Kugel? !) und ich Ceci n’est pas une pipe natürlich mit deeem Mainstream-Film dieses Sommers in Verbindung bringe. Und Kokoschka wiederum kannte ich nur, weil Jodie Foster in „Gott des Gemetzels“ zur Harpie wird, als Kate Winslet auf eine limitierte Ausgabe ihres Kokoschkalbums kotzt. Ich sag ja – Banause. 

 Hab ich schon erwähnt, dass die Stadt (LLN) nun wirklich aus allen Nähten platzt? Überall sind Menschen, und zwar zu 98 % junge Erwachsene. Ich fühle mich ein wenig, wie auf einer der Partymeilen im Süden, auf denen ich nie war. An dieser Stelle muss ich auch ehrlich gestehen: der Trubel ist mir echt ein wenig … zu wider  Alle die mich kennen werden die Augen verdrehen und der Rest wird denken: antisocial? Aber es ist einfach wirklich anstrengend sich durch die Stadt zu quetschen, oder einzukaufen. Ständig sind die Regale leer, die Schlangen an den Supermarktkassen unmöglich. Jetzt weiß ich, wieso es dieses riesige Einkaufszentrum gibt. Allein in der Stadt würden sich die Leute auf die Füße treten. Darüber hinaus kommen mir die Studenten zu jung vor. Ich meinerseits verdrehe in den Kursen z.B. dauernd die Augen darüber, dass die Leute in einer stinknormalen Doppelstunde um eine Pause betteln, um sich dann wie in der Schule in Grüppchen hinzustellen und ihre Peripetien auszutauschen. Ach Kinder, ich will die Stunde schnell rum kriegen, um den Unitag hinter mir zu haben und ihn nicht mit 10-minütigen Pinkel- und Schwätzpausen in die Länge ziehen.

Aaaaber um ein wenig geselliger zu enden… gleich [edit: gestern] geht’s mit meiner italienischen Mitbewohnerin in die Bowling Bar (olàlà ),um die Stränge zwischen den Erasmus-Leuten zu festigen! Hier wird sich wirklich klasse um uns gekümmert, was die social life Seite angeht, aber auch generell muss ich herausheben, wie wundervoll zuvorkommend die Belgier sind. Natürlich sind die Menschen hier in Louvain-La-Neuve Ausländer gewohnt, aber auch auf dem Weg nach Brüssel haben uns normalerweise gestresste Leute am Bahnhof ganz ausführlich den Weg erklärt, während sie den Fuß noch im Zug stecken hatten und die Schlange hinter sich aufhielten. Der Deutsche hätte gepöbelt, der Belgier übt sich in Geduld. Auch als ich krank war [edit: was heißt hier war; heute finde ich mich ein weiteres Mal mit Grippe im Bett; wir feiern Einwöchiges] , hat das medical health care system mich hier sehr gut aufgefangen. Ich hatte bereits hohe Kosten gefürchtet und mir ausgemalt, nach Aachen fahren zu müssen, aber die Arzt- und Medikamentenkosten werden hier ruckzuck vor Ort rückerstattet. Pas de problème, tu vois?

Ach! Der Fußabdruckvorfall im Haus wurde nicht geklärt, aber die Griechin lebt und ist sehr wohl und witzig auf! Allerdings war sie die Zeit über in Irland! D.h…. es wird wohl eine der Töchter gewesen sein, die mich hat tatsächlich la femme de ménage spielen lassen. No way, José, dass das nochmal vorkommt! 

Und zum Abschluss eine kleine Vokabelsammlung so far...

á-fond auf ex
friqué,e Knete haben
Je suis déçu,e mais pas étonné,e. Ich bin enttäuscht, aber überraschen tut's mich nicht gerade. 
trouver la marque sich gut einfinden, einleben
brassage mélange
une quille Kegel
la moule Miesmuschel
foncer dunkler werden
le défouloir; défouler Ort zum Austoben; austoben/ausrasten
la tondeuse Rasenmäher
la poêle Pfanne
la casserole Topf
râleur                                                                                                motzig, Motzer
néfaste unheilvoll
locavore jemand, der lokales/regionales isst
convoiter begehren, anstreben
un supplice Qual
les enceintes (ungleich enceinte ;D) Lautsprecher
multicouche mehrlagig
retenir "garder dans la tête" :D
plaquer qn jmd den Laufpass geben
se faire larguer par qn       von jemanden rausgeschmissen werden/ den Laufpass bekommen
centime Cent (der Eurowährung), nicht etwa wie das französische cent ausprechen :D
artisanal,e heißt eigentlich handwerklich, handgearbeitet. Dementsprechend bedeutet es auf der Speisekarte aus eigener Produktion wie z.B. Eis

 

traurig, traurig :(

P.S. Hab ich schon erwähnt,  dass sie uns den See abgedreht haben? Bis März wird dort kein Milliliter Wasser mehr reingepumpt, weil die Flora und Fauna an einer Chlorvergiftung durch verschmutzte Abflüsse leiden musste, und der Boden sich nun erholen soll. Das bisschen, was auf dem Foto zu erkennen ist, ist dem gestrigen Monsunschauer zu verdanken. 

 A tantôt ;)

Die erste Woche...

08Sept2014

Salut!

Da ich immer relativ inkonsequent bin, was solche großen Schreibunterfangen angeht, verspreche ich von Vornherein nichts, aber dieser Blog soll eine Art Reisetagebuch meines Auslandsaufenthalts sein. Ich bin ja doch eher ein Kind der virtuellen Welt, und um nicht ständig allen dieselbe lustige Panne im Aushalt bei Whatsapp zu schreiben, dachte ich, mache ich komprimiert ein digitales Tagebuch, das jedermann zugängig ist. Inspiriert wurde ich einerseits, weil die Dinger momentan einfach boomen, aber auch weil ich noch in Deutschland ein Englisch-Seminar zum Thema Travelogues belegt habe, und nun testen wollte, ob ich nicht auch ein vielleicht literarisch weniger wertvolles, aber unterhaltsames Journal hinkriegen könnte.

Nonante jours - quatre vingt dix jours- sind 90 Tage auf belgisch-französisch. Ich bleibe natürlich etwas mehr als 90 Tage hier, aber pi mal Daumen ist dies erstmal die Zeitspanne bis Weihnachten ;) Die Nonne in LLN - ich studiere an der Université catholique de Louvain und bin selber Katholikin. Da mein religöser Hintergrund Zuhause schon öfter für Lacher gesorgt hat, passt das ja gut. Außerdem wohnen meine zwei neuen polnischen Freundinnen hier im Kloster bei den Mönchen. Wenn das mal keine Versuchung darstellt...

Genug des Vorspannes...

Ich befinde mich nun seit knapp einer Woche in Louvain-la-Neuve. LLN ist eine künstlich errichtete Studentenstadt im wallonischen, französischsprachigen Teil Belgiens. Als meine Eltern und ich hier zum ersten Mal Anfang Juni waren, weckte LLN in uns den Eindruck einer Filmstuidiostadt. Nicht, dass ich jemals in einer war, aber man sieht jedem Gebäude an, dass es im Zusammenhang mit allem drumherum geplant wurde, und hier nichts natürlich oder nach und nach entstanden ist. Deshalb kann sie nicht mit pittoresken Sehenswürdigkeiten locken, dafür aber mit einem bestens ausgestattenen Campusleben samt riesigem Einkaufszentrum (Hallo MAC, Hallo Zara, Hallo...ach, ich kann sie alle gar nicht aufzählen, ohne zu langweilen) und Cineplex. Theoretisch ist alles von jedem Standort aus in 10 Minuten zu erreichen (so steht es zumindest in allen guides practiques geschrieben), aber irgendwie brauchte ich trotzdem fast 3 Stunden um (im Schleichschritt, ok) alle Quartiers zu erkunden. Und eigentlich bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich wirklich schon alles gesehen habe, denn man verläuft sich hier sehr schnell, wenn man von den Hauptorientierungspunkten (dem See, dem Grande Place, dem Einkaufszentrum) abweicht. Hier sieht einfach alles gleich aus: eine Reihenhaussiedlung nach der anderen im gleichen - sagen wir - eigentümlichen Stil :D

Eine Runde um den See misst etwa 1,5 km. Die vielen Jogger hier machen mir ein schlechtes Gewissen :DIch zumindest wohne im Quartier des Bruyères, einen Steinwurf von der einzig schönen Attraktion der Stadt entfernt: dem See. Das Haus gehört einer Peruanerin, die selbst mal als Ausländerin in den 80ern hierhin kam, und nun fast alle Zimmer an Studenten vermietet. Das hält sie jung, sagt sie. Am Morgen nach meiner Anreise ist sie für einen Monat nach Peru aufgebrochen, um die Familie zu besuchen und der Großteil ihres Gepäcks bestand aus Schokolade. Danach war ich alleine in dem Haus, obwohl vor mir eine grieschische Erasmusstudentin angekommen sein soll, mit der ich mir die kleine, spartanische Küche teile. Es ist eine Art Durchgangsszimmer zwischen unseren Räumen, und nur wir können dementsprechend Zutritt haben. Alles schön und gut, aber...

Seit einer Woche, habe ich das Mädchen weder gesehen, noch gehört. Sie hatte Kiwis und Möhren in den Küchenschränken, die noch bevor ich angereist war angefangen hatten, zu faulen und die ich gestern nun schweren Herzens ohne zu fragen entsorgen musste. Falls sie nicht gerade vorhatte, eunsere Küche in einen Komposthaufen zu verwandeln, wird sie mir das hoffentlich nicht übel nehmen.

Allerdings kommt ein mysteriöser Tatumstand hinzu: Am dritten Morgen trat ich in den Hausflur, der übersäht war mit Schuhabdrücken eines Absatzes, der in Hundekacke (Gänsekacke?) getreten sein muss. Die Bewohner des Sees, die gerne fröhlich schnappend auf einen zukommen, besonders wenn man verheißungsvolle Tüten mit Einkäufen den Weg zu der Wohnsoedlung hochschleppt.

Wenn ich es nicht war - und das ist sicher, weil es noch hell war, als ich nach Hause kam und ich es einfach bemerkt haben müsste (ja, so langweilig bin ich, dass ich am zweiten Tag schon um 20 Uhr im Pyjama im Bett liege und mir Jane Austen Filme auf youtube reinziehe)- fällt die Wahl nur auf sie oder den Sohn der Hauseigentümerin, der hier wohnt, während seine Mutter weg ist (,damit die Polin das Haus nicht ausräumt ;D?). Schon traurig, wenn das einzige Lebenszeichen, das du hinterlässt, ein Schei*abdruck ist...

Nun gut, der Boden war nun also voller Kacke, die sich bis zum Bad (und zur Zimmertür der Griechin) erstreckte. Da es relativ früh war, und ich einen Termin in der Uni hatte, bin ich im Slalom um die Sauerei herum gegangen und nach draußen geflüchtet mit der Hoffnung, dass der Übeltäter im Tageslicht auf sein Vergehen hingewiesen wird und verantwortungsbewusst handelt. Als ich am Nachmittag die Haustür aufmachte, war dem nicht so. Jetzt kamen aber die Töchter meiner Hausbewohnerin hinzu, von denen die ältere (selbst schon Mutter) sich drohend vor mir aufbaute: "Mais ca c'est quoi? C'est du caca! Il faut le nettoyer..." und auf mich wie auf ein Kind einredete, dass das hier nun mein Zuhause sei, und ich es wie eins behandeln soll. Ich hatte mit der jüngeren Tochter im Vorfeld schon geklärt, dass Hundekot im Haus zu verteilen nicht zu meinen Gepflogenheiten gehört, aber dennoch war ich am Ende die Blöde, der der Mob und der Eimer in die Hände gedrückt wurden, weil die Schwestern nun aufbrachen, um die Jüngere zum Flughafen zu bringen. (Zur Klärung: Keins der Kinder wohnt mehr hier, sie haben aber logischerweise noch Klamotten bei ihrer Mutter, die sie immer mal wieder holen)

Ich hab es mir verkniffen, ihnen zu sagen, dass ich es weder einsehe für 360 € im Monat (Ohhhja...) in diesen Zuständen zu leben (denn die haben es hier alle nicht so mit Ordnung oder Sauberkeit, dabei wurden wir auf Erasmus-Veranstaltungen extra darauf hingewiesen, den dreckelischen () Mitbewohnern nicht hinterherzuräumen, weil das beleidigend wirkt) noch anderer Leute Schei*e aufzuwischen. Ich hab es mir aber größtenteils deshalb verkniffen, weil mir das Vokabular und ihnen offensichtlich die Zeit für diese Diskussion fehlte. Und so schrubbte die Polin den Peruanern den Flur sauber.

Und wie ich schrubben musste, die Kacke klebte da schon gute 16 Stunden.

Seitdem habe ich eine Gruppe von anderen Austauschstudenten kennengelernt (von der Griechin fehlt trotz bilingualer Nachricht an der Tür, Schei*aktionen wie diese (hihi :D) bitte zukünftig zu unterlassen, jegliche Spur) und ich muss die Abende nicht mehr vorm Laptop verbringen. Außer zur Erholung, wobei das Thema Partyleben einen eigenständigen Eintrag Wert ist. Ich sag nur: Bier und Gummistiefel. !!!

Heute sind Kino und Kot d'Erasmus angesagt (Erasmus-WG, eine Studentenorganisation, die sich um uns eintrudelnde les Erasmus kümmert). Morgen gehts nach Brüssel und ich hoffe, viel Erzähl- und v.a. Fotomaterial mitzubringen.

Au revoir et bises :*